Was ist Bitwarden?
Bitwarden ist ein Passwort-Manager mit Tarifen für Privatpersonen und Unternehmen. Der Quellcode wird auf GitHub veröffentlicht, und nach eigenen Angaben lässt das Unternehmen regelmäßig Sicherheitsaudits durch unabhängige Firmen wie Cure53 durchführen.
Der kostenlose Tarif umfasst unbegrenzt viele Geräte und Passwörter, das Speichern von Passkeys und Bitwarden Send. Der integrierte 2FA-Authenticator, Dateianhänge und der Notfallzugriff gehören dagegen zum Premium-Tarif.
Warum suchen Nutzer eine Bitwarden Alternative?
Für viele Menschen ist Bitwarden eine gute Wahl. Wer sich nach einer Alternative umsieht, nennt meist einen dieser Gründe:
- 2FA-Codes, Dateianhänge und Notfallzugriff nutzen, ohne in einen kostenpflichtigen Tarif zu wechseln.
- Einträge mit Familie oder kleinem Team teilen, ohne pro Nutzer zu bezahlen.
- Eine andere Oberfläche oder einen anderen Produktansatz bevorzugen.
Bitwarden und KeyZula im Vergleich
| Funktion | KeyZula | Bitwarden |
|---|---|---|
| Preis für Privatpersonen | Kostenlos, alle Funktionen inklusive | Kostenloser Tarif; Premium 19,80 $/Jahr |
| Familien | Gemeinsamer Tresor über kostenlose Organisation | Families 47,88 $/Jahr (bis zu 6 Nutzer) |
| Geräte und Passwörter im kostenlosen Tarif | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| 2FA-Codes (TOTP) im Tresor | Kostenlos | Ab Premium (zusätzlich gibt es die kostenlose, separate App Bitwarden Authenticator) |
| Passkeys speichern | Kostenlos | Im kostenlosen Tarif enthalten |
| Verschlüsselte Dateianhänge | Kostenlos; 100 MB pro Konto | Premium: 5 GB (erweiterbar) |
| Notfallzugriff | Kostenlos | Ab Premium |
| Sichere Links (Send) | Kostenlos | Im kostenlosen Tarif enthalten |
| Tarif für Teams | Kostenlos, inklusive SSO per OIDC | Teams 4 $, Enterprise 6 $/Nutzer/Monat (jährlich) |
| Selbst hosten | Bald | Ja (im Enterprise-Tarif aufgeführt) |
| Quellcode | Verschlüsselungsbibliothek Open Source | Quellcode auf GitHub |
| Unabhängiges Sicherheitsaudit | Noch kein Bericht veröffentlicht | Regelmäßige Prüfungen durch Dritte (laut Bitwarden) |
Die Angaben zu Bitwarden wurden am auf bitwarden.com/pricing und bitwarden.com/open-source zusammengestellt; die Preise sind Listenpreise in US-Dollar und können sich ändern. Bitwarden ist eine eingetragene Marke ihres Inhabers. Vergleich →
Was bietet KeyZula?
Bei KeyZula sind alle Funktionen kostenlos; einen kostenpflichtigen Tarif gibt es nicht. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Passwörter, Passkeys, sichere Notizen und Zahlungskarten mit Autofill in einem Tresor.
- Integrierter 2FA-Authenticator: QR-Code direkt auf der Seite scannen, alle Konten auf einmal aus Google Authenticator übernehmen, Code nach dem Ausfüllen automatisch kopieren.
- Verschlüsselte Dateianhänge und der Bereich „Dateien“ (100 MB pro Konto, bis zu 25 MB pro Datei), Send für sichere Links mit Ablaufdatum sowie Notfallzugriff.
- Teilen im Team über Organisationen, Abteilungen und Sammlungen; Single Sign-On (SSO) per OIDC und Zugriffsprotokolle. Mehr dazu unter KeyZula für Unternehmen.
- Web-Tresor, Apps für iPhone, iPad und Mac sowie Android; Erweiterungen für Chrome, Edge, Brave, Firefox und Safari; ein Kommandozeilen-Tool mit SSH-Agent.
- Verschlüsselung auf dem Gerät mit Argon2id, XChaCha20-Poly1305 und X25519. Die Verschlüsselungsbibliothek ist Open Source.
Wo hat Bitwarden die Nase vorn?
Fairerweise muss man sagen: Es gibt Punkte, bei denen Bitwarden gegenüber KeyZula im Vorteil ist.
- Quellcode: Der Code von Bitwardens Server und Apps wird auf GitHub veröffentlicht. Bei KeyZula ist nur die clientseitige Verschlüsselungsbibliothek Open Source.
- Unabhängige Audits: Bitwarden verweist auf regelmäßige Prüfungen durch Dritte. KeyZula hat noch keinen Bericht über ein unabhängiges Audit veröffentlicht.
- Selbst hosten: Bitwarden bietet diese Möglichkeit bereits heute an; bei KeyZula ist sie in Arbeit (bald verfügbar).
- Längere Geschichte und mehr Plattformen: Bitwarden hat seit Langem verfügbare Apps, darunter Desktop-Apps. Für Windows gibt es von KeyZula keine Desktop-App; dort nutzen Sie den Web-Tresor und die Browser-Erweiterung.
Für wen eignet sich welches Produkt?
Wenn Ihnen vollständig offener Quellcode, veröffentlichte Audits oder das Selbsthosten schon heute wichtig sind, spricht vieles für Bitwarden. Dasselbe gilt, wenn Sie unter Windows eine eigene Desktop-App nutzen möchten.
Möchten Sie dagegen 2FA-Codes, Dateianhänge und Notfallzugriff ohne Premium-Tarif nutzen oder Einträge mit Familie und Team teilen, ohne pro Nutzer zu zahlen, ist KeyZula eine Überlegung wert. Da sich der Tresor jederzeit exportieren lässt, können Sie beide Produkte in Ruhe ausprobieren.
Was sollten Sie vor dem Umzug beachten?
Ein Wechsel des Passwort-Managers ist schnell erledigt, wenn Sie ihn kurz vorbereiten:
- Altes Konto vorerst behalten: Kündigen oder löschen Sie Ihr Bitwarden-Konto erst, wenn Sie in KeyZula stichprobenartig geprüft haben, dass Ihre wichtigsten Einträge vollständig angekommen sind.
- 2FA-Codes prüfen: Enthält Ihr Export 2FA-Schlüssel, vergleichen Sie nach dem Import bei einigen Konten, ob KeyZula dieselben Codes anzeigt, bevor Sie sich allein darauf verlassen.
- Passkeys neu anlegen: Passkeys lassen sich nicht in jedem Fall zwischen Produkten übertragen. Erstellen Sie bei Bedarf in den Kontoeinstellungen der jeweiligen Website einen neuen Passkey in KeyZula.
- Exportdatei sicher behandeln: Eine unverschlüsselte Exportdatei enthält alle Passwörter im Klartext. Speichern Sie sie nicht in einem Cloud-Ordner und löschen Sie sie direkt nach dem Import.
- Master-Passwort festlegen: Wählen Sie für KeyZula ein langes Master-Passwort, das Sie nirgendwo sonst verwenden, und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr neues Konto.
Wie wechseln Sie von Bitwarden zu KeyZula?
Der Umzug dauert nur wenige Minuten, und Ihre Datei wird nicht an den Server gesendet:
- Exportieren Sie Ihren Tresor im Bitwarden-Web-Tresor über Werkzeuge → Tresor exportieren als .json (einfaches JSON) oder .csv. Den „verschlüsselten“ Exportmodus von Bitwarden kann KeyZula nicht lesen; wählen Sie daher einfaches JSON.
- Erstellen Sie Ihr KeyZula-Konto und laden Sie die Datei im Web-Tresor unter Einstellungen → Importieren hoch. Die Datei wird in Ihrem Browser gelesen, jeder Eintrag wird auf Ihrem Gerät verschlüsselt; Ordner und 2FA-Schlüssel bleiben erhalten.
- Löschen Sie die unverschlüsselte Exportdatei nach dem Import von Ihrem Computer und aus dem Papierkorb.
Häufige Fragen
Ist KeyZula sicherer als Bitwarden?
Beide nutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Zero Knowledge). Der Quellcode von Bitwarden ist vollständig offen, und Bitwarden verweist auf unabhängige Audits. Bei KeyZula ist die Verschlüsselungsbibliothek Open Source und das Design im Sicherheits-Whitepaper beschrieben; ein veröffentlichter Bericht über ein unabhängiges Audit liegt aber noch nicht vor. Berücksichtigen Sie diesen Unterschied bei Ihrer Entscheidung.
Werden meine 2FA-Codes aus Bitwarden zu KeyZula übernommen?
Ja. Die 2FA-Schlüssel (TOTP) aus der Bitwarden-Exportdatei werden in KeyZula übernommen, und die Codes erzeugt anschließend der integrierte Authenticator von KeyZula.
Kann ich KeyZula auf meinem eigenen Server betreiben?
Noch nicht. Wir arbeiten an einem Paket zum Selbsthosten und kündigen es an, sobald es erscheint. Bitwarden bietet diese Möglichkeit bereits heute an.
Bleiben meine Ordner beim Umzug erhalten?
Ja. Beim Import aus einer Bitwarden-Exportdatei bleiben Ordner und 2FA-Schlüssel erhalten. Einträge, die bereits in Ihrem Tresor sind, werden übersprungen.